Nächste Termine

So. 24. Nov. 2019, 15:00
Musikalischer Nachmittag
So. 08. Dez. 2019, 17:00
Kirchenkonzert
Mo. 16. Dez. 2019, 18:00
Weihnachtsfeier
Fr. 06. Mär. 2020, 16:00 -
So. 08. Mär. 2020
Workshop 1. Orchester
Sa. 28. Mär. 2020, 19:00
Frühjahrskonzert


 

Begonnen hat alles im September 1932. Der Musikalienhändler Paul Mayer und der Harmonikalehrer Josef Bauer, beide aus Stuttgart-Bad Cannstatt, hatten zu einem Vorspiel- und Werbeabend für das Erlernen des Handharmonikaspielens ins Gasthaus „Zum Schlössle“ in Stuttgart-Gablenberg eingeladen. Durch diese Veranstaltung wurden 8 musikbegeisterte junge Leute inspiriert, einen Handharmonikaverein in Stuttgart-Gablenberg zu gründen, was sofort am selben Abend noch in die Tat umgesetzt wurde. Und dies war dann die Geburtsstunde des 1. Handharmonika-Club Stuttgart-Gablenberg e. V. - kurz 1. HHC genannt -.


Als Gründungsmitglieder seien an dieser Stelle genannt:   Albert Bauer, Josef Bauer, Erwin Bahnmüller, Karl Haug, Willi Jäck, Karl Kärcher, Max Schinacher und Walter Schinacher.


Karl Haug wurde Vorstand und das Amt des Dirigenten übernahm Handharmonikalehrer  Josef Bauer.


Das Interesse an dem neuen Verein war groß und so konnte bereits nach einem Jahr, am 14. Oktober 1933, zu einem öffentlichen Konzert in den Lammsaal in Stuttgart-Gablenberg eingeladen werden. Danach folgten einige Sendungen im Rundfunk sowie Gastkonzerte bei anderen Vereinen.


Auch für den aufstrebenden 1. HHC brachte der Kriegsbeginn im Jahre 1939 Einschränkungen. Viele der Mitglieder wurden zum Wehrdienst einberufen und demzufolge musste Ende 1941 der Spielbetrieb sowie die gesamte Vereinstätigkeit eingestellt werden. Nur unter großen Anstrengungen konnte 1945 das Vereinsleben wieder aufgenommen werden. Dies war hauptsächlich den Mitgliedern Josef Bauer, Eugen Blessing und Otto Müller zu verdanken. Das erste öffentliche Konzert nach dem Krieg fand am 27. Oktober 1946 in der Sängerhalle Stuttgart-Untertürkheim statt. Musik und Geselligkeit tat den Menschen nach den schlimmen Kriegsjahren wohl und der 1. HHC tat das Seine dazu. Er gab viele Konzerte, unter anderem mit Einlagen seiner wieder neu gegründeten Theaterabteilung. Bei Wertungsspielen konnte der 1. HHC mit sehr guten Ergebnissen nach Hause gehen.


Die Jahre vergingen dann wie im Flug und anlässlich des 20-jährigen Bestehens fand am 20. Oktober 1952 ein Festkonzert statt.


Mit den Jahren wurde das Vereinsleben immer reger. Veranstaltungen wie Himmelfahrtswanderungen  und Ausflüge sowie gesellige Abende wurden fester Bestandteil und haben sich bis heute erhalten.


Höhepunkt des am 27. Oktober 1957 stattgefundenen 25-jährigen Jubiläumskonzerts war die Mitwirkung des Hohner-Handharmonika-Orchester Trossingen unter der Leitung von Hermann Schittenhelm und des Mundharmonika-Trios Herold. Viele Zugaben wurden an diesem Abend vom über die Maßen begeisterten Publikum eingefordert. Im Hause Hohner legen noch heute befähigte Mitglieder unseres Vereins ihre Dirigentenprüfung ab.


Besonders zu erwähnen ist auch das ein Jahr später, am 12. Oktober 1958, veranstaltete Herbstkonzert. Hier konnte der 1. HHC direkt an seinen Vorjahreserfolg anknüpfen und bot ein Konzert der Spitzenklasse.


Im September 1960 fand in Luzern  der „Tag der Harmonika“ statt. Anlass genug für den 1. HHC, um einen 2-Tagesausflug dort hin zu machen. Wenn auch keine Eintrittskarten mehr für das Festkonzert zu bekommen waren, ist diese Reise trotzdem noch heute bei vielen Clubmitgliedern in allerschönster Erinnerung.


Das 30-jährige Jubiläumskonzert am 19. Mai 1962 war eine Veranstaltung von hohem Niveau.


Das Jahr 1965 stand für den 1. HHC unter keinem guten Stern. Durch heute nicht mehr nachvollziehbare Umstände waren dem 1. Orchester nur noch 5 Stammspieler verblieben. Dank des damaligen 1. Vorsitzenden Gerhard Thudium, der die musikalische Ausbildung  junger Leute intensiv förderte, war diese Krise jedoch bald überwunden. Es machte sich die gute Nachwuchsarbeit des Vereins bezahlt, und dem 1. Orchester konnten nach und nach wieder qualifizierte Nachwuchsspieler zugeführt  werden.


Am 29. April 1972 gab es dann ein Konzert zum 40-jährigen Bestehen des 1. HHC, das vor ausverkauftem Haus in der der Festhalle der Raichberg-Realschule stattfand.


Nachstehend sind die Vorstände und Hauptdirigenten, von der Gründung  bis heute, namentlich mit Angabe ihrer Wirkungszeit, aufgeführt.

 

V O R S T Ä N D E

1932 bis 1938

Karl Haug (Gründungsmitglied)

1938 bis 1941

Otto Müller

1941

Hans Blumenstock

1945 bis 1949

Otto Müller

1949 bis 1951

Helmut Stauß

1951 bis 1955

Otto Müller

1955 bis 1961

Wilhelm Strobel

1961 bis 1966

Emil Müller

1966 bis zum Tod 1985

Gerhard Thudium

1986 bis 1993

Manfred Gerst

1993 bis heute

Norbert Dänzer

 

HAUPTDIRIGENTEN /-IN

1932 bis 1978

Josef Bauer (Gründungsmitglied)

1978 bis 1993

Harald Sauer

1978 bis heute

Norbert Dänzer (Jugenddirigent)

1993 bis zum Tod 1999

Peter Finkbeiner

1999 bis zum Tod 2002

Karl-Heinz Kresse

2002 bis 2003

Norbert Dänzer

2003 bis 2015

Elisabeth Duroska

2016 bis heute

Martin Spieß

 


Am 27. März 1982 wurde das 50-jährige Vereinsjubiläum mit einem Festkonzert, verbunden mit vielen Ehrungen von Mitgliedern für langjährige Vereinszugehörigkeit begangen.


In den Folgejahren stellte der 1. HHC bei öffentlichen Auftritten in der  Stuttgarter Liederhalle, im Kursaal Stuttgart-Bad Cannstatt sowie auf Festen rund um Gablenberg sein Können unter Beweis.


Das Jubiläumskonzert zum 60-jährigen Bestehen des 1. HHC fand am 14. November 1992 mit einem tollen Programm in der Raichberghalle vor einem begeisterten Publikum statt.


Auf Anregung des Vorstandes des 1. HHC wurde in Erwägung gezogen, mit einem anderen Handharmonika-Verein zu kooperieren, um das 1. Orchester mit zusätzlichen Spielern zu verstärken. Was für ein Glück, dass der 1. HHC einen so ebenbürtigen Partner wie die „Akkordeonfreunde Degerlocher Handörgler“ gefunden hat und mit ihm bestens harmoniert.


Ein Leckerbissen besonderer Art war die 16-tägige USA-Konzertreise des 1. HHC im Jahr 1999. Sie führte von New York über Detroit nach Orlando, zur Walt Disney World in Florida, nach Miami und endete in Fort Mayers. Es war eine rundum gelungene Sache.


Mit einem großen Festkonzert feierte der 1. HHC am 04. Mai 2002 in der Raichberghalle sein 70-jähriges Vereinsjubiläum. Die gekonnt dargebotenen Musikstücke wurden vom Publikum begeistert aufgenommen. Zu diesem Jubiläumskonzert wurde auch eine Festschrift aufgelegt.


Das Frühjahrskonzert am 17. Mai 2003 fand - erstmals in der Vereinsgeschichte - im Straßenbahnerwaldheim (Waldaupark) in Stuttgart-Degerloch in einem gepflegten Rahmen statt.


Zum 75-jährigen  Jubiläumskonzert hat sich der 1. HHC etwas Besonderes einfallen lassen. Zwischen den musikalischen Darbietungen wurden die Gäste, um ihnen die Vereinsgeschichte  etwas näher zu bringen, zu einer Zeitreise in Form einer Dia-Show eingeladen. Ein besonderes Schmankerl nach der Pause war dann der Auftritt des Bauchredners Addy Axon, welcher das Publikum begeisterte.


Vorstehende Chronik soll nur einen kleinen Einblick in das Vereinsleben des 1. HHC, von der Gründung bis heute, geben. Es kommt darin deutlich zum Ausdruck:

 

Der 1. Handharmonika-Club Stuttgart-Gablenberg e. V.

ist ein echter „Oldie“ mit viel Tradition, der sich zu einem

top-modernen Handharmonika- bzw. Akkordeon-Club weiterentwickelt hat.

 

Der 1. Handharmonika-Club Stuttgart-Gablenberg e. V. besteht heute aus einem Schüler- und Jugendorchester, einer Hobbygruppe und einem 1. Orchester, sowie der Theaterabteilung.


Zu den eingangs erwähnten Aktivitäten sind im Laufe der Zeit noch hinzugekommen:


der 2-Tagesausflug; ein mehrtägiger Workshop für das Jugendorchester, die Hobbygruppe und das 1. Orchester; die Jugendwanderung; Beteiligung am Schmalzmarkt in Stuttgart-Gablenberg; Bewirtschaftung und musikalische Unterhaltung beim Bärenschlößle bzw. im Feuerbacher Tal; das vorweihnachtliche Kirchenkonzert im Verbund mit diversen Gesangsvereinen; öffentliche Auftritte in der Vorweihnachtszeit am Stuttgarter Flughafen bzw. im Stuttgarter Hauptbahnhof; die clubinterne Weihnachtsfeier sowie das alljährliche Frühjahrskonzert.

 


Günter F. Thaidigsmann